Das Bobath-Konzept erschließt die Therapie des Patienten aus
seinen individuellen Fähigkeiten und Schwierigkeiten im Kontext seiner
Lebenswelt mit dem Ziel, seiner Würde, seiner Autonomie, seiner Entwicklung und
Rehabilitation zu dienen.
Der Weiterbildungslehrgang vermittelt Kompetenzen, die zur
Therapie von Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nach dem
Bobath-Konzept auf neurophysiologischer / entwicklungsneurologischer Grundlage
gemäß dem Heilmittelkatalog qualifizieren. Mit dem erfolgreichen Abschluss des
Bobath - Kurses erwirbt der Teilnehmer / die Teilnehmerin das international
anerkannte Weiterbildungszertifikat nach den Voraussetzungen der Gemeinsamen
Konferenz der Bobath-Kurse e.V. (G.K.B.) und der European Bobath Tutors
Association (EBTA).
Der Kurs umfasst 400 Unterrichtseinheiten, dieses entspricht 400
Fortbildungs-Punkten, vorbehaltlich einer Änderung der Bundesrahmenempfehlungen
vom 25.9.2006 auf Länderebene. Das Zertifikat berechtigt zur Abrechnung nach den
Richtlinien der Krankenkassen.
Als Grundlage des gesamten Unterrichts dient das Curriculum der
Gemeinsamen Konferenz der Bobath-Kurse e.V. (G.K.B.). In unserem Kurs legen wir
besonderen Wert auf die theoretischen und praktischen Bezugssysteme der ICF; der
Entwicklungs- und Neuro-Rehabilitation, dem „Clinical Reasoning“, der
Bewegungspraxis und den Grundlagen der Integration/Inklusion.
Praktikumsstellen befinden sich in Kliniken,
Fördereinrichtungen, in Schulen, in Praxen, in Kindertagesstätten der Bremisch
Evangelischen Kirche und im Rehabilitations-Zentrum in Friedehorst.
Abgeschlossene Berufsausbildung als Physiotherapeut/in, Ergotherapeut/in oder
Logopäde/in, mindestens zwei Jahren Berufserfahrung, davon zwölf Monate mit
Patienten mit zerebraler Bewegungsstörungen im Kindes- und Jugendalter.
Teilnahmegebühren
4.500,- € (zahlbar in 3 Raten)
Termine Grundkurs 2010/2011
26.09. - 07.10.2011:
Grundlagen und Anwendung des Bobath Konzepts
28.11. – 09.12.2011: Das Bobath-Konzept in der Entwicklungsrehabilitation
13.02. – 24.02.2012: Das Bobath-Konzept zwischen Salutogenese und Pathogenese
16.04. – 28.04.2012: Das Bobath-Konzept in der therapeutischen Arbeit
Menschen mit Mehrfachbehinderungen
Aspekte der Kinderorthopädie, Aspekte der Neurorehabilitation
Interdisziplinäre Vorträge, Referate, Patientensupervision und Diskussionen
bieten Impulse eigene Kenntnisse über Diagnostik und Therapie bei
Menschen mit einer Mehrfachbehinderung zu überdenken, zu aktualisieren und zu
begründen.
Folgende Themenbereiche werden im Rahmen des Refresherkurses beleuchtet:
Orthopädische Intervention, was kann sie verhindern – was behindert sie?
Aus Sicht des Orthopäden werden Fallbeispiele zu konservativen bzw.
operativen Behandlungsmethoden vorgestellt, z.B. bei Kontrakturen,
Luxationen, Skoliosen, Haltungsasymmetrien und Spitzfüßen. Die Erläuterung
von prä- und postoperativen Untersuchungsergebnissen und therapeutischen
Konzepten bilden den interdisziplären Brückenschlag.
Neurorehabilitative Intervention, was kann sie verhindern – was
behindert sie? Aktuelle Sichtweisen aus der Neurorehabilitation und
die Bedeutung für Diagnostik und Therapie werden auf der Grundlage der ICF
vermittelt. Die ICF hat sich in den letzten Jahren in der (Sozial-)Medizin
und Rehabilitation als Instrument für Befunderhebung, Dokumentation und
Therapie- und Rehabilitationsplanung etabliert.
Dokumentation als Schlüsselqualifikation, Möglichkeiten –
Schwierigkeiten. Wie können Praktiker evidenzbasierte Berichte
erstellen und ihre Therapie in der interdisziplinären Zusammenarbeit
begründen und darstellen? Anhand eigener Praxisbeispiele üben wir
evidenzbasierte Berichte zu erstellen.
Kursziel
aktuelle medizinische und therapeutische Grundlagen für Menschen mit
Mehrfachbehinderung integrieren
evidenzbasierte Dokumentation der eigenen Bobath-Therapie erstellen
Der Kurs entspricht 40 Unterrichtseinheiten, dies entspricht 40
Fortbildungspunkten, vorbehaltlich einer Änderung der Bundesrahmenempfehlungen
vom 25.9.2006 auf Länderebene. Die Weiterbildung entspricht den Richtlinien der European Bobath Tutors
Association sowie der Gemeinsamen Konferenz der deutschen Bobath-Kurse.